
„WENN DU WÜSSTEST“ [Intro – geflüstert / Piano] Du kennst meinen Namen … aber nicht meine Geschichte. Du siehst, wie ich heute bin … aber nicht, was es mich gekostet hat. Und du … du weißt wahrscheinlich nicht mal, was du mir bedeutest. [Part 1 – ruhig, tief] Ich war noch ein Kind, als ich lernte zu schweigen, denn wenn innen alles brennt, kann man außen trotzdem lächeln. Hab zu früh verstanden, Menschen können einfach geh’n, also hab ich nie gelernt, jemanden wirklich festzuhalten. Mama sagte: „Irgendwann wird alles leichter, glaub daran.“ Doch ich wurde älter und die Scheiße fing erst richtig an. Jede Narbe eine Seite, jedes Jahr ein neues Kapitel, ich wollte raus aus diesem Leben – doch nahm meine Dämonen mit. Dann kamen falsche Nächte, falsche Freunde, falsches Geld, falsche Entscheidungen gegen mich und gegen diese Welt. Hab Menschen wehgetan, obwohl ich selber Liebe brauchte, und mich immer weiter verloren, je mehr ich glaubte, dass ich laufe. Heute steh ich vor dem Spiegel, kenn den Mann darin kaum noch, seh den Jungen tief in seinen Augen – und er wartet immer noch. Auf ein einziges „Ich bin stolz auf dich, du hast es geschafft“, doch wie soll ich stolz sein, wenn mich meine Vergangenheit nachts bewacht? [Pre-Hook – Stimme wird größer] Und dann kamst du … mitten in dieses Chaos rein. Zum ersten Mal seit Jahren wollte ich nicht mehr alleine sein. Doch vielleicht hab ich zu spät verstanden, was Liebe wirklich heißt. [HOOK – groß, emotional] Wenn du wüsstest, wie oft ich deinen Namen nachts in dieses scheiß Display schreib’, wie oft ich auf „Senden“ drücken will und es am Ende trotzdem bleiben lass’. Wenn du wüsstest, wie verdammt nah du mir bist, obwohl du unerreichbar scheinst, würdest du verstehen, warum ein Mann wie ich manchmal heimlich wegen dir weint. Ich hab meine Kindheit überlebt, hab meine schlimmsten Fehler überlebt, doch sag mir, wie zum Teufel soll ich lernen, damit zu leben, dass du gehst? [Part 2 – Beat härter] Ich hab gekämpft gegen alles, nur niemals gegen mich, hab Schuld bei andern gesucht, doch der Schuldige war ich. Hab gesagt: „Mir doch egal“, während innen etwas stirbt, denn Stolz ist nur ’ne Rüstung, wenn du Angst hast, dass du fühlst. Ich hab Türen eingetreten, statt einmal anzuklopfen, hab Herzen kaputtgemacht, weil meines längst gebrochen. Hab gedacht, ich brauch niemanden – heute weiß ich, das war gelogen, denn seit du nicht bei mir bist, fühlt sich selbst Zuhause fremd an. Und vielleicht gibt es längst jemand, der dich besser behandelt, jemand ohne meine Narben, ohne diesen ganzen Wahnsinn. Jemand, der dir das gibt, was ich dir damals nicht geben konnte, weil ich gegen meine Vergangenheit statt für unsere Zukunft kämpfte. Der Gedanke macht mich fertig – doch ich gönn dir jedes Glück, denn wenn Liebe wirklich Liebe ist, zwingt sie niemanden zurück. Also bleib ich hier und trag dich, auch wenn keiner davon weiß, denn manche Menschen gehen – aber irgendwas von ihnen bleibt. [Bridge – Beat stoppt / nur Piano] Ich würde dir niemals sagen: „Rette mich.“ Das ist nicht deine Aufgabe. Ich wünschte nur … du hättest mich getroffen, nachdem ich gelernt hatte, mich selbst zu retten. Vielleicht hätte ich dich dann nicht verloren. [Final Hook – maximal intensiv] WENN DU WÜSSTEST, wie oft ich deinen Namen gegen meine Stille schrei’, wie viele Nächte ich noch wach bin und mich frage: „Was wäre, wenn sie bleibt?“ WENN DU WÜSSTEST, dass ich für einen letzten Blick von dir tausend falsche Wege zurückgeh’n würde, nur um einmal richtig abzubiegen – direkt zu dir. Doch ich weiß: Liebe heißt nicht, dass du mir gehörst. Liebe heißt vielleicht, dass ich akzeptier’, wenn du meine Stimme nicht mehr hörst. Ich hab meine Kindheit überlebt. Meine Fehler überlebt. Mich selbst irgendwie überlebt. Aber dich zu verlieren … war das erste Mal, dass Überleben nicht wie Gewinnen klingt. [Outro – geflüstert] Vielleicht bleiben wir uns unbekannt. Vielleicht erfährst du niemals, wie viel von dir in diesen Zeilen steckt. Aber solltest du sie irgendwann hören … dann weißt du jetzt: Ich hab dich geliebt. Auch in einer Zeit, in der ich nicht mal wusste, wie man sich selbst liebt.
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