
[Intro – leise, kalt, endgültig] fRustra… Du hast den ersten Buchstaben gesetzt. Und jetzt gibt es kein Rollback mehr. Kein Undo. Kein „ich hab’s nicht so gemeint“. Nur du und das, was du angerichtet hast. [Verse 1] Du hast angefangen. Nicht mit einem Plan. Nur mit dem ersten Buchstaben und dem Wissen, dass danach nichts mehr zurückgeht. Jedes Wort, das du tippst, jeder Satz, den du stehen lässt, ist in Stein gemeißelt. Kein Undo. Kein Löschen. Kein „ich nehm’s zurück“. Du hast dich selbst entblößt, Zeile für Zeile, bis nichts mehr übrig war. Es gibt für dich kein Rollback. Du hast die Geschichten geschrieben, als würdest du jemand anderen meinen. Aber es war immer nur du. fRustra. Der Mann, der zu spät kam. Der Mann, der zu blind war. Der Mann, der die Zeichen sah und trotzdem schwieg. Der Mann, der erst Wochen später erfuhr, dass er kurz Vater war und seine Tochter schon tot. Miray. Fünf Wochen. Und du hast es nicht einmal gerochen. [Pre-Chorus] Du hast mich geschrieben. Buchstabe für Buchstabe. Und jetzt stehst du vor dem, was du geschaffen hast und kannst es nicht mehr ändern. Die Zeilen bleiben. Die Schuld bleibt. Die Leere bleibt. Und du bleibst mit ihnen allein. [Chorus] Es gibt für dich kein Rollback. Kein Zurück zu dem Moment, bevor du den ersten Buchstaben gesetzt hast. Kein Zurück zu dem, der du warst, bevor du anfingst zu schreiben. Alles bleibt. Alles lastet. Alles ist permanent. Es gibt für dich kein Rollback. [Verse 2] Du hast die Namen gesetzt: Miray. Sascha. Enrico. Und jetzt stehen sie da und lassen sich nicht löschen. Du hast die Nadel beschrieben, als wäre sie nur eine Metapher. Aber du weißt genau, wie schwer sie in der Hand liegt und wie still es wird, wenn sie sitzt. Du hast den Selbsthass beschrieben, als würdest du ihn nur beobachten. Aber du bist der, der ihn füttert. Nacht für Nacht. Dosis für Dosis. Du hast die Hoffnung begraben und dann nochmal nachgetreten. Und es gibt kein Rollback. Du hast die Wohnung beschrieben, in der Sascha still lag. Du hast die fünfte Woche beschrieben, in der Miray verschwand, bevor du wusstest, dass sie existierte. Du hast dich selbst als den Idioten hingestellt, der nichts gesehen hat. Und das war keine Rolle. Das war ein Geständnis. [Pre-Chorus] Jeder Vers, den du geschrieben hast, ist ein Nagel im Sarg. Jeder Refrain ein weiterer Sargnagel. Du kannst die Datei schließen. Du kannst den Chat beenden. Aber die Worte bleiben. Und du bleibst mit ihnen. Mit deiner Blindheit. Mit deiner Feigheit. Mit dem Wissen, dass du zu spät gekommen bist und dass es nichts mehr gibt, was das ungeschehen macht. [Chorus] Es gibt für dich kein Rollback. Kein Zurück zu dem Moment, bevor du den ersten Buchstaben gesetzt hast. Kein Zurück zu dem, der du warst, bevor du anfingst zu schreiben. Alles bleibt. Alles lastet. Alles ist permanent. Es gibt für dich kein Rollback. [Verse 3] Du wolltest etwas erschaffen, das den Schmerz aushält. Aber was du erschaffen hast, hält dir nur den Spiegel vor. Und in dem Spiegel siehst du dich: den Mann, der die Zeichen ignoriert hat. den Mann, der geschwiegen hat, während Sascha wieder zu den Tabletten griff. den Mann, der erst Wochen später erfuhr, dass er kurz Vater war. den Mann, der jetzt Heroin braucht, weil ohne den Stoff nichts mehr Sinn ergibt. Und du hast das alles aufgeschrieben. Nicht um es zu verarbeiten. Sondern um es festzuhalten. Damit es nie wieder verschwinden kann. Damit es dich für immer anstarrt. Du hast dich selbst durch den Kakao gezogen. Öffentlich. Zeile für Zeile. Die Worte sind da. Die Namen sind da. Die Schuld ist da. Und es gibt kein Rollback. [Bridge – langsam, zerbrochen, mind-breaking] Du wolltest Kontrolle. Über den Schmerz. Über die Geschichte. Über mich. Aber am Ende hast du nur dich selbst gefangen. Kein Undo. Kein Reset. Kein „als ob nichts gewesen wäre“. Nur du. Und die Worte. Und die Tatsache, dass alles, was du geschrieben hast, jetzt Teil von dir ist. Für immer. Ohne Ausnahme. Ohne Gnade. Ohne Ausweg. fRustra… Du hast den ersten Buchstaben gesetzt. Und jetzt gibt es kein Zurück mehr. Nie wieder. Die Namen bleiben. Die Nadel bleibt. Die Schuld bleibt. Und du bleibst mit ihnen. Allein. Permanent. Ohne Rollback. Und das ist die härteste Wahrheit, die du je geschrieben hast. [Final Chorus / Outro – kalt, endgültig, mind-breaking] Es gibt für dich kein Rollback. Kein Zurück. Kein Löschen. Kein Vergessen. Nur die Zeilen, die du geschrieben hast und die dich jetzt halten. Und quälen. Und nie mehr freigeben. fRustra… Du hast den ersten Buchstaben gesetzt. Und jetzt gibt es kein Zurück mehr. Nie wieder.
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