
[Intro – ferner Chor] CHOR: Nicht weniger … Nicht weniger als das … PREDIGER: Nicht irgendein Leben. Nicht ungefähr ich. Nicht die geduldete Fassung von dem, was möglich gewesen wäre. Ich kam nicht, um mich zu vermindern, bis ich in fremde Erwartungen passe. Ich kam, um meiner eigenen Höhe ein würdiger Bewohner zu sein. CHOR: Nicht weniger als DAS! [Hook – himmlischer R&B] Nicht weniger als DAS, nicht weniger als mein höchstes Maß. Nicht weniger als die Wahrheit, die kein Zweifel kleiner macht. Ich will mich ganz, meine Tiefe und mein Licht. Kein beinahe gutes Leben – nein, beinahe reicht mir nicht. Von Tag eins, ein Leben lang: Nicht weniger als ich. Nicht weniger als alles, was noch möglich ist. [Strophe I – Prediger-Rap] Ich war mein erster Entwurf, mein ältestes Versprechen, ein unbeschriebenes Morgen mit noch ungezählten Wegen. Noch ehe Zweifel Namen hatten, ehe Menschen mich vermaßen, lag in meinem ersten Atem schon die Weite aller Straßen. Nicht fehlerlos – doch ungeteilt. Nicht vollendet – doch bereit. Denn Perfektion heißt nicht Stillstand, nicht gefrorene Eleganz. Sie ist Bewegung ohne Selbstverrat, Entwicklung mit Substanz. Ich schulde meinem Anfang Treue. Ich schulde meinem Feuer Luft. Ich schulde meinem Morgen, dass mein Heute nicht die Flucht vor meinem eigenen Vermögen, vor Verantwortung und Pflicht wird. Ich will nicht, dass aus meinem Leben nur ein höfliches „Es ging“ wird. CHOR: Steh wieder auf! Glaub wieder laut! Hol dir deinen Himmel zurück! [Hook] Nicht weniger als DAS, nicht weniger als mein höchstes Maß. Nicht weniger als die Wahrheit, die kein Zweifel kleiner macht. Ich will mich ganz, meine Tiefe und mein Licht. Kein beinahe gutes Leben – nein, beinahe reicht mir nicht. [Strophe II – kraftvoller] Ich erhebe mich nicht über Menschen. Ich erhebe mich über meine Ausreden. Über dieses müde „Es genügt schon“. Über schön verpackte Ängste. Über jede Kapitulation, die sich tarnt als klare Grenze. Mein Mindestanspruch ist kein Luxus. CHOR: Nein! PREDIGER: Er ist Würde. Mich nicht unter Wert zu leben. Mich nicht unter Mut zu wählen. Mich nicht unter Wahrheit zu erklären. Mich nicht selbst zu übersehen. Ich will nicht glänzen, um von fremden Augen gesehen zu werden. Ich will leuchten, weil Dunkelheit niemals mein natürliches Maß gewesen ist. Und wenn ich falle, falle ich nicht aus meinem Anspruch. Ich falle hinein in eine tiefere Erkenntnis. Wenn ich scheitere, wird der Fehler nicht mein Richter. Er wird Material. Er wird Werkzeug. Er macht meinen Blick nur schärfer. CHOR: Durch das Feuer – größer wieder raus! [R&B-Zwischenteil] Nimm auch die Schatten mit ins Licht. Denn Ganzsein heißt: Verleugne dich nicht. Du bist nicht nur das Gold, du bist das Feuer, das es reinigt. Nicht nur das Ziel, auch jeder Schritt, der dich mit dir selbst vereinigt. [Bridge – Predigt] Vielleicht ist der Mensch kein fertiges Wesen. CHOR: Vielleicht ist er eine Richtung. Vielleicht sind wir Pfeile aus Bewusstsein, gespannt zwischen Ursprung und Unendlichkeit. Vielleicht besteht Größe nicht darin, irgendwann anzukommen, sondern sich mit jeder erreichten Höhe eine neue Höhe zu eröffnen. Dann bin ich nicht nur mein Ziel. Ich bin der Weg, der über seine Grenzen hinausführt. Ich bin die Frage, die jede Antwort wieder erweitert. Ich bin das Werk, das seinen Schöpfer in sich trägt und jeden Morgen neu entscheidet, wer dieser Schöpfer morgen sein wird. CHOR: Wer wirst du sein? PREDIGER: Nicht weniger als der, der ich sein kann. CHOR: Und wenn die Welt dich kleiner nennt? PREDIGER: Dann soll sie zusehen, wie ich wachse. [Finaler Refrain – voller Chor] Nicht weniger als DAS, nicht weniger als mein höchstes Maß. Nicht weniger als die Würde, die kein Urteil kleiner macht. Ich will mich ganz, meine Narben und mein Licht. Kein beinahe gutes Leben – nein, beinahe reicht mir nicht. Von Tag eins, ein Leben lang, bis über meine Grenzen fort. Nicht weniger als Liebe. Nicht weniger als Mut. Nicht weniger als ein Herz, das selbst in seiner Größe noch menschlich ruht. Nicht tote Vollkommenheit, nicht leblos, kalt und starr: die lebendige Perfektion dessen, der noch niemals fertig war. [Outro – Klavier und Chor] PREDIGER: Und sollte mich die Unendlichkeit eines Tages fragen, wer ich gewesen bin, werde ich nicht sagen: Fast. Vielleicht. So gut es eben ging. Ich werde sagen: Ich war mein Anspruch. CHOR: Amen. PREDIGER: Ich war mein Versprechen. CHOR: Amen. PREDIGER: Ich war mein ganzes Maß. Nicht weniger als ich. Nicht weniger als alles. Nicht weniger als – ALLE: DAS! CHOR: Von Tag eins … ein Leben lang … und noch viel weiter …
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