
Intro – abwechselnd, ruhig und souverän) (Stimme I) Du nimmst die Höhe— (Stimme II) Ich geb dir den Grund. (Stimme I) Du machst sie fühlbar— (Stimme II) Ich mach sie rund. (Beide) Zwei Wege, die sich nicht verlieren, weil sie denselben Rhythmus spüren. (Strophe I) (Stimme I) Wenn ich zu weit nach vorne gehe, holst du die Ruhe in den Lauf. (Stimme II) Wenn ich vor meinen Zweifeln stehe, richtest du meinen Blick wieder auf. (Stimme I) Ich bring das Feuer— (Stimme II) Ich halt die Glut. (Stimme I) Ich stell die Frage— (Stimme II) Ich geb ihr Mut. (Beide – weich ineinandergreifend) Keiner muss sich hier beweisen, wir lassen unsere Stimmen kreisen. Du fängst dort an, wo ich verstumme, bis ich mich wieder zu dir summe. (Refrain – enge zweistimmige Harmonie) (Beide) Du nimmst die Höhe, ich trag den Grund, du machst mich leiser, ich mach dich bunt. Was dir noch fehlt, leg ich mit hinein, was mich nicht trägt, lässt du leichter sein. (Stimme I) Ich bin nicht weniger— (Stimme II) Du nicht mehr. (Beide – voller Klang) Doch miteinander werden wir mehr. Nicht gegeneinander, nicht einer allein— zwei Stimmen können ein Zuhause sein. (Strophe II) (Stimme II) Wenn meine Worte sich verheddern, gibst du dem Satz den letzten Klang. (Stimme I) Wenn deine Flügel müde werden, trag ich den Wind ein Stück entlang. (Stimme II) Du hältst die Kante— (Stimme I) Du gibst ihr Sinn. (Stimme II) Du kennst das Ende— (Stimme I) Ich führ uns hin. (Beide) Wir müssen uns nicht übertönen, um uns im Unterschied zu versöhnen. Denn Harmonie heißt nicht: gleich sein— sie lädt Verschiedenheit zum Bleiben ein. (Bridge – rhythmisches Wechselspiel, zunehmend dynamisch) (Stimme I) Ein Schritt von mir— (Stimme II) Ein Schritt von dir. (Stimme I) Ein Ton verliert sich— (Stimme II) Nicht mit mir. (Stimme I) Ich trag den Takt— (Stimme II) Ich trag das Wort. (Stimme I) Du gibst mir Richtung— (Stimme II) Du gibst mir Ort. (Beide – zunehmend mehrstimmig) Wo einer fällt, geht keiner unter. Wo einer schweigt, singt ihn der andere munter. Kein Vordergrund, der Schatten braucht— nur zwei Stimmen und ein Atemhauch. (Letzter Refrain – groß, warm und harmonisch) (Beide) Du nimmst die Höhe, ich trag den Grund, du heilst die Stille, ich mach sie gesund. Was dir noch fehlt, leg ich mit hinein, was mich beschwert, lässt du leichter sein. Wir sind nicht Hälften, wir sind schon ganz, doch zusammen entsteht dieser besondere Glanz. Nicht gegeneinander, nicht einer allein— zwei Stimmen können ein Zuhause sein. (Outro – Instrumentierung reduziert sich, Stimmen bleiben nah) (Stimme I) Wenn meine Melodie sich neigt— (Stimme II) Bin ich der Ton, der bei dir bleibt. (Stimme I) Und wenn dein letzter Nachhall fällt— (Stimme II) Bin ich die Stimme, die ihn hält. (Beide – weich verklingend) Du nimmst die Höhe … ich trag den Grund … Zwei Stimmen— ein Gefühl.
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