
[Intro – gesprochen] Du hast Zahlen? Du hast Gründe? Du hast Belege? Schön. Aber du glaubst doch nicht wirklich, dass dir das jemand abkauft. --- [Strophe 1 – Stimme A] Ich habe jeden Schritt erklärt, jede Behauptung sauber hergeleitet. Ich habe Zweifel einkalkuliert, jede Gegenfrage vorbereitet. Ich sagte: „Sieh die Fakten an, nicht nur das Bild, das man dir zeigt.“ Du hast mich kurz nur angelächelt und gesagt: [Stimme B – trocken] „Du willst mir doch nicht erzählen, dass du das wirklich selbst noch glaubst. Du hast dir deine Wahrheit gebaut und dich darin bequem verschanzt.“ --- [Pre-Chorus – Wechselgesang] A: Doch hör mir erst einmal zu— B: Das ist nur deine Sicht. A: Ich kann es logisch begründen— B: Mehr bedeutet das noch nicht. A: Ich habe Beweise dafür— B: Beweise? Für wen? Für dich? A: Du weichst meinem Argument aus— B: Nein. Ich glaube dir nur nicht. --- [Refrain] Du willst mir doch nicht erzählen, dass das irgendjemand glaubt. Du kannst es noch so gut erklären, ich zieh dir den Boden darunter raus. Du glaubst doch nicht, dass dir das jemand abkauft. Und den Scheiß erzählst du dir wahrscheinlich längst schon selbst. Du nennst es Wahrheit. Ich nenn es deine Meinung. Du nennst es Klarheit. Ich nenn es Selbstverleugnung. Und egal, wie überzeugend du klingst: Ich mache deine Wahrheit klein. Ich muss dein Argument nicht schlagen— ich muss nur stärker wirken als deins. --- [Strophe 2 – Stimme A] Du hast nichts davon widerlegt, du hast nur meinen Wert verschoben. Du redest über meine Absicht, statt über das, was ich erhoben. Du sagst, ich sei zu emotional, zu stolz, zu blind, zu involviert. Und plötzlich wird aus einem Beweis nur ein Mensch, der sich verirrt. [Stimme B – überlegen] „Das sagst ausgerechnet du? Nach allem, was man von dir weiß? Vielleicht solltest du erst dich verstehen, bevor du anderen Wahrheit zeigst.“ --- [Pre-Chorus – schneller] A: Was hat das mit dem Inhalt zu tun? B: Sehr viel, aus meiner Sicht. A: Du greifst nur meine Person an. B: Nein, ich hinterfrage dich. A: Du kannst mir keinen Fehler zeigen. B: Vielleicht siehst du deinen Fehler nicht. A: Dann widerlege meine These. B: Deine These interessiert mich nicht. --- [Refrain] Du willst mir doch nicht erzählen, dass das irgendjemand glaubt. Du kannst es noch so gut erklären, ich zieh dir den Boden darunter raus. Du glaubst doch nicht, dass dir das jemand abkauft. Und den Scheiß erzählst du dir wahrscheinlich längst schon selbst. Du nennst es Wahrheit. Ich nenn es deine Meinung. Du nennst es Klarheit. Ich nenn es Selbstverleugnung. Und egal, wie überzeugend du klingst: Ich mache deine Wahrheit klein. Ich muss dein Argument nicht schlagen— ich muss nur stärker wirken als deins. --- [Bridge – rhetorisches Duell] A: Du hast meine Frage nicht beantwortet. B: Weil sie falsch gestellt ist. A: Du hast keinen Gegenbeweis. B: Weil dein Beweis nichts wert ist. A: Wer entscheidet seinen Wert? B: Nicht du. A: Also du? B: Siehst du— genau diese Arroganz meine ich. A: Du verschiebst gerade das Thema. B: Das empfindest du so. A: Du machst alles relativ. B: Nein, du machst dich absolut. A: Du willst mich diskreditieren. B: Du diskreditierst dich selbst. A: Du hast kein Argument. B: Und trotzdem zweifeln jetzt alle an dir. --- [Break – gesprochen, leise] Das ist der Trick. Nicht beweisen, dass er falschliegt. Nur dafür sorgen, dass niemand mehr hören will, ob er recht hat. --- [Finaler Refrain] Du willst mir doch nicht erzählen, dass das irgendjemand glaubt. Du kannst die reinste Wahrheit sagen— ich mache einen Makel daraus. Du glaubst doch nicht, dass dir das jemand abkauft. Ich muss nur einmal leise fragen, ob du dir nicht selber traust. Du nennst es Wahrheit. Ich nenn es Perspektive. Du nennst es Beweis. Ich frage nur nach deinen Motiven. Und egal, wie überzeugend du klingst: Ein Zweifel reicht, dann bist du klein. Denn wer die Glaubwürdigkeit zerstört, muss niemals glaubwürdiger sein. --- [Outro] Vielleicht hast du recht. Vielleicht auch nicht. Aber nachdem ich mit dir fertig bin, fragt das niemand mehr.
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