
[Intro] Es war Dienstag. Gegen vier. Niemand sagte: Merk dir das hier. [Verse 1] Du kamst mit Brot und nassen Haaren, hast die Schlüssel hingelegt. Ich hab irgendwas vom Wetter gesagt, du hast das Fenster zugedreht. Auf dem Tisch zwei leere Tassen, deine Jacke auf dem Stuhl. Jemand machte dieses Foto, mehr aus Zufall als aus Grund. Damals fand ich es verwackelt, viel zu dunkel, schlecht gewählt. Heute ist es eine Tür zurück in eine unversehrte Welt. [Pre-Chorus] Wir glauben, Wichtiges wird leuchten, damit man es erkennen kann. Doch das Letzte kommt als Alltag und sieht uns ganz gewöhnlich an. [Chorus] Auf dem letzten ganz normalen Bild steht die Welt noch, wie sie immer stand: deine Tasse, meine müden Augen, nasse Jacke, Brot in deiner Hand. Kein Abschied, keine großen Worte, nur ein Dienstag gegen vier. Auf dem letzten ganz normalen Bild bist du noch einfach hier. [Verse 2] Ich hab oft versucht zu finden, ob in deinem Blick schon etwas lag, ob dein Lächeln anders endete, ob dein Schatten etwas sagt. Aber nein, du siehst nur müde aus, ich bin halb vom Bild gedreht. Vielleicht ist genau das unerträglich: Dass man Abschied vorher niemals sieht. Ich kann jeden Pixel größer ziehen, bis dein Gesicht in Farben bricht. Doch egal, wie nah ich herangehe – weiter komm ich zu dir nicht. [Pre-Chorus] Wir fotografieren große Tage, damit keiner sie vergisst. Doch das Leben sitzt dazwischen, wo kein Mensch vorbereitet ist. [Chorus] Auf dem letzten ganz normalen Bild steht die Welt noch, wie sie immer stand: deine Tasse, meine müden Augen, nasse Jacke, Brot in deiner Hand. Kein Abschied, keine großen Worte, nur ein Dienstag gegen vier. Auf dem letzten ganz normalen Bild bist du noch einfach hier. [Bridge] Wenn ich gewusst hätte, was es wird, hätt ich sicher mehr gesagt. Hätt dich noch einmal festgehalten, hätte nicht nach morgen gefragt. Doch dann wär es kein normaler Dienstag, nicht das Leben, das ich vermiss. Vielleicht tut dieses Bild so weh, weil darauf noch alles möglich ist. [Final Chorus] Auf dem letzten ganz normalen Bild steht die Welt noch, wie sie immer stand: deine Tasse, meine müden Augen, nasse Jacke, Brot in deiner Hand. Kein Abschied, keine großen Worte, nur ein Dienstag gegen vier. Auf dem letzten ganz normalen Bild bist du nicht Erinnerung. Du bist hier. [Outro] Es war Dienstag. Gegen vier. Heute sag ich: Merk dir das hier.
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