
Es zog ein Heer durch Staub und Korn, durch Regen, Rauch und Wind. Die Hörner riefen übers Land, als wär die Welt noch Kind. He, heb die Fahnen in den Wind, he, heb die Rose hoch. Der Osten ruft nach Blut und Stahl, doch keiner zieht schon los. Die Nacht wird kalt. Die Nacht wird weit. Der Weg führt fort von Haus und Zeit. Die Nacht wird kalt. Drum halt dich fest. Denn niemand weiß, wer morgen bleibt. Die Königin sprach Recht im Feld, wo Banner schweigend standen. Ein alter Wolf verlor den Kopf, die Schuld blieb in den Landen. Ein Mädchen trat vor tausend Augen, mit Staub an Schuh und Hand. Die Königin gab ihr einen Eid, und Hoffnung zog durchs Land. Die Nacht wird kalt. Die Nacht wird weit. Der Weg führt fort von Haus und Zeit. Die Nacht wird kalt. Drum halt dich fest. Denn niemand weiß, wer morgen bleibt. Der Regent baute Haus aus Treue, aus Freunden, Brot und Licht. Er hielt kein Schwert vor seinem Herz, doch beugte es sich nicht. Der kleine Mann vom stillen Haus trat vor des Reiches Rat. Und manche hohe Stimme schwieg, als er gesprochen hat. Die Nacht wird kalt. Die Nacht wird weit. Der Weg führt fort von Haus und Zeit. Die Nacht wird kalt. Drum halt dich fest. Denn niemand weiß, wer morgen bleibt. Ein schöner Ritter legte ab, was nie sein Eigen war. Und fand sein Glück bei einem Mann, den keiner wirklich sah. Der Lahme lachte wie zuvor, doch anders klang sein Spott. Denn manchmal heilt ein einzger Blick, was hundert Schwerter nicht. Die Nacht wird kalt. Die Nacht wird weit. Der Weg führt fort von Haus und Zeit. Die Nacht wird kalt. Drum halt dich fest. Denn niemand weiß, wer morgen bleibt. Die Müller kamen aus der Nacht, mit Masken weiß wie Stein. Sie sprachen nur vom Mahlen noch und wollten geholt sein. Ein Pontifex stand zwischen Schmerz, Verwundeten und Kind. Und hielt die Schwachen vor sich fest, als ob sie Schilde sind. Die Nacht wird kalt. Die Nacht wird weit. Der Weg führt fort von Haus und Zeit. Die Nacht wird kalt. Drum halt dich fest. Denn niemand weiß, wer morgen bleibt. Am Ashk’qwa sprach ein müder Mann von Saat und Heimkehrswegen. Von Hoffnung, Schuld und einem Krieg, der noch nicht war, doch gegenwärtig. Dann fiel die Stimme in den Wind. Die Menge wurde still. Und irgendwo verließ ein Mann den Ort, den keiner hielt. Die Nacht wird kalt. Die Nacht wird weit. Der Weg führt fort von Haus und Zeit. Die Nacht wird kalt. Drum halt dich fest. Denn niemand weiß, wer morgen bleibt. Nun zieht die Rose ostwärts fort. Die Trommeln klingen sacht. Und tief unter den Wurzeln schon erwacht die ältere Macht. So singt es weiter jedes Haus, von Küste bis zum Hain: Die Nacht wird kalt für alle gleich. Kein Mensch geht sie allein. Die Nacht wird kalt. Die Nacht wird weit. Der Weg führt fort von Haus und Zeit. Die Nacht wird kalt. Drum halt dich fest. Denn niemand weiß, wer morgen bleibt.
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