
(spoken, fast geflüstert) Ich sitz wieder wach vier Uhr irgendwas der Kühlschrank summt und draußen fährt ein Auto vorbei als wär alles normal aber in mir klingt nichts normal Zu viele Fragen zu wenig Antworten und jeder tut so als hätte irgendwer den Plan Ich hab Menschen reden hören mit dieser Sicherheit in der Stimme und ich dachte immer vielleicht fehlt mir einfach etwas Vielleicht bin ich kaputt weil ich nachts nachdenke während andere schlafen können (leise gesungen) Und ich lauf durch mein eigenes Leben als wär ich nur zu Besuch nur zu Besuch Alle sagen „das wird schon irgendwie“ doch niemand sagt mir wie man aufhört sich selbst zu verlieren (ruhige Gitarrenakkorde, mehr Raumhall) Ich wollte stark sein wollte funktionieren wollte endlich morgens aufstehen ohne dieses Gewicht in mir Aber manche Tage fühlen sich an wie ein Zimmer ohne Fenster Und ich rede mit mir selbst als wär ich zwei Personen eine gibt nicht auf die andere liegt längst am Boden (Chorus – vorsichtig melodisch, emotional aber zurückhaltend) Vielleicht bin ich nur müde von allem was ich seh von Menschen ohne Richtung und Herzen aus Beton Vielleicht hab ich vergessen wie Hoffnung eigentlich klingt doch irgendwo tief unter allem atmet sie noch in mir Ganz leise ganz leise (spoken, intim) Weißt du ich glaube nicht dass Menschen wirklich ahnungslos sind Ich glaube wir haben einfach Angst ehrlich zu sein Angst zuzugeben dass wir verwirrt sind dass wir nicht wissen wohin das alles führt Und vielleicht ist genau das das Menschlichste an uns (sanfter Aufbau, Pads öffnen sich) Ich hab so oft gedacht ich müsste jemand anderes werden lauter kälter leichter Doch jedes Mal wenn ich mich verstellt hab hat etwas in mir angefangen langsam zu verschwinden (großer emotionaler Refrain, aber immer kontrolliert) Und ich fall durch die Stimmen in meinem Kopf durch Erinnerungen die nachts wiederkommen Ich such Licht in einer Welt voller Nebel und manchmal reicht schon ein einziger Mensch damit man weitergeht Vielleicht auch nur ein einziger Satz (fast nur Hall und Piano) Vielleicht muss ich nicht alles verstehen nicht heute nicht jetzt Vielleicht reicht es noch hier zu sein Atmen auch wenn’s weh tut Und irgendwo zwischen Angst und Hoffnung find ich mich wieder langsam Zeile für Zeile
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