
(Dunkles Gitarrenmotiv, einzelne verzerrte Töne) (Raue Stimme) Ich kam mit Regen in den Lungen, mit einer Nacht, die niemand kennt. Hab meine Hoffnung tief verschlossen, damit sie nicht noch einmal brennt. Der Asphalt klebt an meinen Sohlen, mein Herz schlägt rostig gegen Stahl. Ich hab gelernt, nichts zu versprechen – denn jedes Morgen war einmal. (Sanfte Stimme, fast geflüstert) Doch ich hör dich unter all dem Lärm, unter jedem Nein, unter jedem Schmerz. Du kannst dich hinter Donner verstecken – aber nicht vor meinem Herz. (Beide – Refrain) Samt auf Narben, Feuer auf Eis, du ziehst mich hinein, obwohl ich es weiß. Zwischen Erlösung und Kontrollverlust liegt nur ein Atemzug auf deiner Brust. Samt auf Narben, Strom unter Haut, zwei Stimmen, die sich keiner zu sagen traut. Wenn diese Nacht uns beide verschlingt, bleibt die Gitarre, die für uns singt. (E-Gitarre antwortet mit einem melodischen, klagenden Riff) (Raue Stimme) Ich bin nicht heil, ich bin nur härter, ein dunkler Fluss, der rückwärts zieht. Ich trage Fehler wie Medaillen, damit sie keiner bluten sieht. (Sanfte Stimme) Dann lass mich nicht dein Morgen werden, lass mich nur jetzt bei dir besteh’n. Ich will dich weder retten noch verändern – ich will dich unverstellt seh’n. (Raue Stimme, leiser werdend) Du sprichst so weich und triffst so präzise, als wär mein Schweigen transparent. (Sanfte Stimme) Vielleicht ist Liebe keine Heilung – vielleicht nur jemand, der dich erkennt. (Beide – Refrain, größer) Samt auf Narben, Feuer auf Eis, du ziehst mich hinein, obwohl ich es weiß. Zwischen Erlösung und Kontrollverlust liegt nur ein Atemzug auf deiner Brust. Samt auf Narben, Strom unter Haut, zwei Stimmen, die sich endlich zu sagen trau’n. Wenn diese Nacht uns beide verschlingt, bleibt die Gitarre, die für uns singt. (Langes E-Gitarren-Solo: erst bluesig und sehnsüchtig, dann schwer, verzerrt und explosiv) (Bridge – Stimmen im Wechsel) Rau: Ich bin der Absturz. Sanft: Ich bin nicht dein Halt. Rau: Ich bin das Feuer. Sanft: Dann lass mich nicht kalt. Rau: Was, wenn ich dich mit mir verlier? Sanft: Was, wenn ich mich erst finde bei dir? (Kurze Stille – Gitarrenfeedback atmet) (Beide – letzter Refrain) Samt auf Narben, Feuer auf Eis, kein Weg zurück – und keiner zahlt den Preis. Zwischen zwei Abgründen, Schulter an Schulter, wird selbst unsere Dunkelheit heller und bunter. Samt auf Narben, Strom unter Haut, eine raue Wahrheit, die dem Sanften vertraut. Und wenn von uns nichts als Nachhall bleibt, singt diese Gitarre noch weiter – für alle Zeit. (Outro – sanfte Stimme) Berühr nicht meine Wunden … (Raue Stimme) … wenn du nicht bleiben willst. (Ein letzter tiefer Gitarrenton, dann ausklingendes Röhrenrauschen)
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