
[Intro – gesprochen] Warte, warte, warte … Was ist das hier? Du hast mir nicht einen Song gezeigt. Du hast mir dein komplettes Universum auf den Kopf gestellt. [Strophe 1] Ich kam nur kurz vorbei, wollte hören, was du machst. Dann ging die erste Tür auf und dahinter lag die Nacht. Dann noch ein Lied über Größe, eins über Gott und Verstand, eins über Liebe, eins über Abgründe, eins nahm mich direkt an die Hand. Dann Ritter, Prediger, Schatten, eine Fee und ein Genie. Ich such noch nach dem Anfang, doch du bist schon bei Track siebenunddreißig. [Refrain] Wo, wo, wo, wo — Bro, calm down. Mach mal langsam, ich komm hier nicht mehr raus. Wo, wo, wo, wo — eins nach dem andern. Ich kann dir überhaupt nicht folgen, du wechselst ständig die Gedanken. Ein Song schreit: „Wach auf!“ Der nächste sagt: „Vergiss dich nie!“ Ich wollte nur kurz reinhören — jetzt hinterfrag ich meine Biografie. [Strophe 2] Da ist ein Lied, das mich erhebt, eins, das mich mental zerlegt. Eins sagt, ich soll alles glauben, eins fragt, ob Wahrheit überhaupt besteht. Dann kommt ein Flirt aus Neonlicht, danach ein Mann am tiefsten Punkt. Plötzlich Gospel, plötzlich West Coast, plötzlich spricht der ganze Grund. Ich hab noch nicht verarbeitet, was der letzte Satz bedeutet, da kommt schon die nächste Hook und erklärt mir, dass mein Denken mich verleugnet. [Refrain] Wo, wo, wo, wo — Bro, calm down. Mach mal langsam, ich komm hier nicht mehr raus. Wo, wo, wo, wo — gib mir kurz ’ne Pause. Du baust aus einem einzigen Gedanken gleich ein Hochhaus. Ein Song sagt: „Du bist alles!“ Der nächste: „Du kennst dich nie!“ Ich wollte nur kurz Musik hören — jetzt diskutiert mein Kopf mit Philosophie. [Bridge – gesprochen / überfordert] Warte mal. Wer ist jetzt der Soundfänger? Wer ist einer von denen? Wer hat wen gebrochen? Warum fährt da plötzlich ein schwarzes Auto durch die Nacht? Und wieso spricht mein Schatten mit mir? Bruder … ich bin emotional noch bei Lied Nummer drei. [Letzter Refrain] Wo, wo, wo, wo — Bro, calm down. Mach mal langsam, mein Kopf braucht einen Raum. Wo, wo, wo, wo — nicht alles gleichzeitig. Deine Lieder kommen nicht wie Songs, deine Lieder kommen wie ein Ereignis. Ein Song reicht für heute, den Rest hör ich später an. Denn während du schon Welten baust, versuch ich noch zu verstehen, wie ein Mensch so viele Welten in sich tragen kann. [Outro] Mach mal langsam. Nur einen Song. Nur einen Gedanken. Nur eine Wahrheit auf einmal. … Okay. Welcher war noch mal der erste?
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