
[Intro] Wenn ich damals schon gewusst hätte, was ich heute in dir seh, wär ich nicht einfach weitergegangen. [Verse 1] Du standest vor dem Kiosk, rote Jacke, nasser Ärmel, ich war spät dran, Kopf voll Lärm, doch bemerkte deine Blicke. Du hast gelacht über den Kaffee, der zu bitter für dich war, ich hab nur kurz den Kopf gehoben und gesagt: „Vielleicht ein andermal.“ Dann kamen diese Jahre mit den falschen Prioritäten, zu viel Stolz in meiner Tasche, keine Zeit für klare Sätze. Dein Name blieb gespeichert, doch ich rief nie bei dir an, weil man manchmal lieber schweigt, als zuzugeben, dass man Angst hat. [Pre-Chorus] Und jetzt blätter ich zurück, jede Seite riecht nach Regen. Hätt ich damals schon verstanden, hätt ich dich nicht gehen lassen. [Chorus] Wenn ich dich vorher gekannt hätt, wär mein Weg vielleicht nicht so leer. Ich hätt dir gesagt, bleib noch ein bisschen, statt zu tun, als wär mir alles egal. Wenn ich dich vorher gekannt hätt, hätt ich gelernt, was Nähe heißt. Heute trag ich diese Frage wie ein Ticket ohne Zug nach Haus. [Verse 2] Ich sah dich Jahre später an der Haltestelle sieben, du hattest einen kleinen Jungen und den gleichen schiefen Frieden. Wir sprachen über Kleinigkeiten: Arbeit, Winter, viel zu tun, doch zwischen deinen kurzen Pausen lag noch immer dieses „Du“. Ich wollte dir erzählen, dass ich endlich ruhiger schlafe, dass ich nicht mehr vor mir selbst in fremde Wohnungen fliehe. Doch der Bus kam viel zu pünktlich, du stiegst ein und sahst zurück, und ich blieb mit meiner Antwort an der Linie stehen. [Pre-Chorus] Vielleicht war es nicht zu spät, vielleicht war ich nur zu feige. Man erkennt den Wert von Türen, wenn dahinter niemand wartet. [Chorus] Wenn ich dich vorher gekannt hätt, wär mein Weg vielleicht nicht so leer. Ich hätt dir gesagt, bleib noch ein bisschen, statt zu tun, als wär mir alles egal. Wenn ich dich vorher gekannt hätt, hätt ich gelernt, was Nähe heißt. Heute trag ich diese Frage wie ein Ticket ohne Zug nach Haus. [Bridge] Kein Zurück, kein sauberer Schnitt, nur zwei Menschen und der falsche Moment. Doch falls du diese Zeilen hörst, weiß: Ich wünsch dir Frieden, nicht mein Comeback. [Final Chorus] Wenn ich dich vorher gekannt hätt, wär ich vielleicht der Mann von heut. Ich hätt nicht jede gute Sache erst verloren, um sie zu verstehen. Wenn ich dich vorher gekannt hätt, hätt ich dich nicht gehen lassen. Manche Namen bleiben leise, aber sie verlassen dich nie ganz. [Outro] Vielleicht warst du nicht meine Zukunft, sondern der Hinweis, aufzuwachen. Und wenn ich heute jemanden liebe, werd ich nicht mehr „andermal“ sagen.
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