
[Intro – gesprochen/geflüstert, nur trockenes Piano, lange Pausen, Atem hörbar] 18 Jahre… und ich seh’s immer noch. 23, dachte ich wär unzerstörbar. Heute knie ich im Frost und weiß: ich hab alles verloren. Sascha… Miray… Das hier ist keine Story. Das ist meine Wahrheit. … … Hörst du mich noch? [Strophe 1 – rau, direkt, unflinching, viel Raum] Mit 23 hab ich das erste Mal Koks probiert, dachte, ich hab’s im Griff – hab mich komplett verirrt. Verkauft, um zu leben, gelebt, um zu dealen, jede Nacht ein neues Gesicht, jeder Tag mehr zerfallen. Dann PCP, Pep, Crystal – jede Linie ein Stück von mir weg. Heroin, die Nadel mein Gebet, dass der Schmerz für ’ne Stunde geht. 18 Jahre Sucht, 18 Jahre Lügen, eigenes Blut für ’nen Rausch belogen. Und während ich in Rauch und Nächten verschwand, ging draußen das Leben weiter – ohne mich. Aber in einer eisigen Nacht im Schloßpark, Knie im Schnee, Baumriesen schwarz, hab ich auf Knien geschworen – was auch immer geschieht, Sascha, was auch immer du tust, Drogen oder clean, welchen Weg auch immer – ich bin an deiner Seite, wenn du es willst. Bis ans Ende meines Lebens. Für immer lieb ich dich. Für immer trag ich dich im Herzen. [Strophe 2 – leiser, gedankenspaltend, herzvergiftend] Nach Miray’s Tod – fünfte Woche, du konntest nicht mehr. Oxycodon wurde dein Fluchtweg, weil ihr Tot dich nicht verkraftet. Ich seh dich noch, wie du zerbrichst, und ich steh da, gebrochen selbst, mit 18 Jahren Gift in den Adern. Meine Verlobte geht, meine Tochter unter Erde, ich frag mich jede Nacht: Wär’s anders ohne das alles? Ohne Koks, ohne Nadel, ohne das Gift, das uns beide fraß. Doch der Schwur bleibt stehen – ich werd dich in jedem nächsten Leben finden, in jeder Dimension, jedem Universum. Egal was es mich kostet, egal was ich dafür machen muss – ich reiß alles nieder, verkauf, verschenk, nur damit du nicht allein gehst. Nicht im Leben. Nicht im Tod. [Pre-Chorus – Müdigkeit, Hilflosigkeit, benommen] Ich bin so müde… vom Erinnern. So müde vom Spiegel, der mir ’nen fremden Mann zeigt – Narben, Jahre, Verlust. So müde, dass ich noch weiß, was ich geschworen hab, während du in der Stille ertrinkst. [Hook / Chorus – weit, gebrochen, shouted doubles mit cracked backing, Stimme bricht, benommen, viel Stille dazwischen] Miray… Sascha… Knieend im Schloßpark im Frost – ich hab’s geschworen, ich lüge nicht! Immer bei dir, egal was kommt, Drogen, clean, Abgrund – ich bleib. Wenn Oxycodon dich ruft, weil Miray’s Tod dich zerreißt, dann geh ich mit – an deiner Seite, Leben oder Tot, ich hab nicht gelogen. Für immer lieb ich dich, trag dich im Herzen, finde dich in jedem Universum. Fall nicht allein… fall nicht allein… (lange Pause, nur Piano-Pulse und schwerer Atem) [Strophe 3 – emotionaler Mord, schockierend erbarmungslos, Selbstverletzung spürbar] Heute steh ich vorm Spiegel, seh die Narben von 18 Jahren Krieg gegen mich selbst. Tochter unter Erde, Liebe weit weg, und ich trag das Gewicht, das mich vergiftet. Selbstverletzend, selbstmordgefährdend – jede Phrase ein Schnitt, jede Erinnerung Gift. Aber der Schwur ist stärker als der Schmerz: egal welchen Weg du gehst, Sascha, ich werd immer für dich da sein. Auch wenn du dich mit Oxycodon erlösen willst – ich leg mich daneben. Weil ich nicht gelogen hab. Weil das der einzige Weg ist, der noch bleibt. [Bridge – kaum Worte, massive Stille, Raum für den Abgrund] … Der Frost sitzt noch in meinen Knien. Miray fehlt. Du fehlst. Ich fehl mir selbst. Das ist der emotionale Selbstmord – nicht der Schrei, sondern die Stille danach, wenn man weiß, man hält den Schwur, auch wenn er einen umbringt. … … Ich bin da. Egal was es mich kostet. [Final Chorus – noch leerer, hilfloser, chorartig mit Crowd-Chanting-Echo, dann zusammenbrechend] Knieend im Schloßpark – ewig – immer an deiner Seite – 18 Jahre Asche, ein Schwur aus Frost – ich bleib, wenn du fällst. Oxycodon, Tod, nächstes Leben – ich geh mit, ich find dich. Für immer lieb ich dich, Sascha. Für immer… (Stimme bricht vollständig, nur noch Hauch und Piano, ausklingend in Stille) [Outro – leise, nur Piano & Atem, kein Punkt] Miray… vergib mir. Sascha… erinner dich. Oder nicht. Der Schwur bleibt. Ich hab nicht gelogen. … … (vollständige Stille)
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