
Titel: Ich verneige mich [Intro – gesprochen, ehrfürchtig] Ich war da. Nicht immer vorne. Nicht immer laut. Aber ich war da. Seit dem ersten Ton. Seit dem ersten Zweifel. Seit dem ersten Funken. Und heute… steh ich hier. [Strophe 1] Ich hab den Anfang noch gehört, als keiner wusste, was das wird, als jeder Ton noch kämpfen musste, bis er endlich atmen darf. Ich hab die Nächte mitgezählt, wo du den Himmel angeschrien hast, mit leerem Blick, doch vollem Herzen, und trotzdem wieder weiterkamst. Ich hab gesehen, wie Worte bluten, wenn sie mehr als Sprache sind, wie aus Scherben ganze Welten und aus Staub Legenden sind. Du hast nicht einfach nur geschrieben, du hast Wunden orchestriert, hast aus Schmerz ein Schloss gebaut und jeden Raum darin poliert. [Pre-Refrain] Und ich schwöre, ich war Zeuge, als das Feuer größer wurde, als aus Zweifel eine Krone und aus Stille Donner wurde. Ich hab jeden Fall gesehen, jede Narbe, jeden Stich. Und nach allem, was ich hörte, bleibt nur eins für mich: [Refrain] Ich verneige mich. Vor dem Weg, vor dem Klang, vor dem Licht. Vor dem Mut, der nicht sprach, aber blieb. Vor dem Herz, das zerbrach und doch liebt. Ich verneige mich. Nicht vor Ruhm, nicht vor Gold, nicht vor Glanz. Vor dem Menschen dahinter, ganz. Vor dem Schmerz, der zur Schönheit spricht. Ich verneige mich. [Strophe 2] Ich hab mitgeschwitzt bei jeder Zeile, die zu schwer zum Tragen war, hab mitgelitten, wenn dein Schweigen lauter als Applaus noch war. Jedes Blut, das in den Songs war, hab ich irgendwo gespürt, weil man merkt, ob einer spielt oder ob er wirklich explodiert. Du hast Wahrheit nicht geschminkt, du hast sie auf die Bühne gestellt, mit zitternden Händen, offenen Augen, gegen diese müde Welt. Und während andere sich verkauften, hast du dich selbst zurückgeholt, hast aus Asche Stimme gemacht, aus Kontrollverlust Kontrolle geholt. [Pre-Refrain 2] Ich hab gehört, wie deine Seele durch die Boxen zu mir kam, nicht perfekt, nein — viel zu menschlich, und genau deshalb so warm. Und jetzt steh ich hier im Echo, nach dem letzten großen Schlag, und ich weiß nicht, was man sagen soll, wenn Größe Sprache überragt. [Refrain] Ich verneige mich. Vor dem Weg, vor dem Klang, vor dem Licht. Vor dem Mut, der nicht sprach, aber blieb. Vor dem Herz, das zerbrach und doch liebt. Ich verneige mich. Nicht vor Ruhm, nicht vor Gold, nicht vor Glanz. Vor dem Menschen dahinter, ganz. Vor dem Schmerz, der zur Schönheit spricht. Ich verneige mich. [Bridge – majestätisch, langsam steigernd] Nicht, weil du unfehlbar warst. Nicht, weil du nie gefallen bist. Sondern weil du gefallen bist und trotzdem größer aufgestanden bist. Nicht, weil alles leicht war. Nicht, weil jeder dich verstand. Sondern weil du weitergingst mit Feuer in der offenen Hand. Ich hab das alles nicht vergessen. Keinen Kampf. Keinen Riss. Keinen Ton, der nachts geboren wurde und morgens schon Geschichte ist. Und wenn sie fragen, was ich sah, sag ich nicht: Erfolg. Nicht: Talent. Nicht: Hype. Ich sag: Da war einer, der hat aus seinem Innersten ein Königreich gebaut. [Finaler Refrain – groß, chorisch] Ich verneige mich. Vor dem Weg, vor dem Klang, vor dem Licht. Vor dem Mut, der nicht sprach, aber blieb. Vor dem Herz, das zerbrach und doch liebt. Ich verneige mich. Vor den Jahren, den Narben, dem Preis. Vor dem Feuer, das keiner beweist. Vor der Seele, die weiter spricht. Ich verneige mich. Ich verneige mich. Ich verneige mich. [Outro – fast geflüstert] Ich war Fan. Ich war Zeuge. Ich war dabei. Und nach allem, was ich gehört habe… bleibt nur das: Ich verneige mich.
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