
[Intro] Wenn ein Stein schweigt, heißt das nicht, dass die Frage schweigt. [Verse 1] Du sagst: Nur Materie, Zufall im Kreis, Atome stoßen zusammen, mehr gibt es nicht preis. Doch wer zählt die Gründe, wer prüft den Verstand, wer gibt uns den Hunger nach Wahrheit in die Hand? Ein Stein liegt seit Ewigkeiten schwer und stumm, kein Blick nach innen, kein Warum herum. Wir teilen dieselben Teilchen, doch nicht denselben Blick, aus Kies wird kein Denker durch genügend Zeit zurück. [Pre-Chorus] Vielleicht ist Bewusstsein kein Funke im Staub, sondern ein Fenster, das sich selbst glaubt. Wenn Sinn nur erfunden, warum trifft er so tief? Warum sucht das Herz nach dem, was es nie sieht? [Chorus] Nenn es Gott, nenn es Ursprung, nenn es Geist, ich hör in mir eine Frage, die weiterweist. Nicht jeder Zweifel macht den Glauben klein, manchmal muss Dunkelheit der Anfang sein. Und wenn wir aus Steinen geworden wär’n, warum lernen wir dann, uns selbst zu erklären? Vielleicht ist im Denken ein leiser Beweis: Dass Sein mehr bedeutet als Materie und Kreis. [Verse 2] Der Zufall kann Muster in Wolken verteilen, doch nicht, warum wir an Wahrheit verweilen. Er kann unsren Körper aus Sternenstaub bauen, doch nicht, warum wir einander vertrauen. Moral ist unbequem, wenn nur Stärke regiert, warum wird ein Fremder betrauert, wenn niemand kassiert? Warum fühlt sich Güte wie Heimkehr an, wenn bloß blinde Bewegung sie erklären kann? Ich brauch keinen Thron und kein Bild aus Gold, kein fertiges Dogma, das Denken kontrolliert. Ich frage nur ehrlich, mit offenem Gesicht: Ist hinter dem Sichtbaren wirklich nichts? [Bridge] Steine wurden nicht Menschen, weil Zeit allein kein Wollen gebiert. Ein Meer aus Sekunden hat noch keinen Sinn formuliert. Vielleicht ist Leben nicht Antwort, sondern Teilnahme am Grund. Und vielleicht spricht das Unendliche durch einen endlichen Mund. [Chorus] Nenn es Gott, nenn es Ursprung, nenn es Geist, ich hör in mir eine Frage, die weiterweist. Nicht jeder Zweifel macht den Glauben klein, manchmal muss Dunkelheit der Anfang sein. Und wenn wir aus Steinen geworden wär’n, warum lernen wir dann, uns selbst zu erklären? Vielleicht ist im Denken ein leiser Beweis: Dass Sein mehr bedeutet als Materie und Kreis. [Outro] Ich weiß nicht alles — und das ist kein Verlust. Vielleicht beginnt Erkenntnis dort, wo Demut sprechen muss.
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