
[Verse 1] Du sagst: „Beweis es“ — ich frag: „Was zählt als Beweis?“ Ein Herz schlägt im Dunkeln, ganz ohne Applaus. Wir messen den Himmel, doch nicht, was uns hält, und nennen es Zufall, wenn Liebe uns stellt. Wenn alles nur Teilchen und blinder Verlauf, warum geht uns Wahrheit dann unter die Haut? Warum soll ein „Du“ mehr bedeuten als „Ich“, wenn niemand uns ruft und niemand uns sieht? [Verse 2] Vielleicht ist der Glaube kein Lückenversteck, kein Pflaster für Fragen, kein Rückzug, kein Zweck. Er schaut in die Zweifel und hält sie nicht klein; ich muss nicht verstummen, um gläubig zu sein. Aus Freiheit wird Güte erst wirklich gewählt, aus Schuld wächst die Sehnsucht, dass Gnade noch zählt. Und wenn ich mich irre, dann irr ich im Suchen — mit offenem Herzen, nicht sicher im Ruhen. [Chorus] Ich glaube an Gott — nicht, weil ich nichts seh, sondern weil ich im Fragen noch Hoffnung versteh. Du bist mehr als ein Name, den Angst mir verspricht, Du bist Grund, dass mein Herz vor dem Leid nicht zerbricht. Ich glaube an Gott, auch wenn Zweifel noch schrei’n; ich kann nicht alles wissen — doch ich muss nicht allein sein. [Verse 3] Kein Satz macht die Wunden der Welt ungescheh’n, kein Himmel verlangt, dass wir weg von ihr geh’n. Wenn Glaube was taugt, muss er Hände verleih’n, Brot teilen, hinschauen, beim Schwachen noch sein. Ich prüfe die Gründe, ich prüfe mich mit, verwechsel nicht Macht mit dem göttlichen Licht. Und trotzdem: Im Kleinsten, im Mut, der verzeiht, spür ich eine Tiefe, die größer bleibt. [Chorus] Ich glaube an Gott — nicht, weil ich nichts seh, sondern weil ich im Fragen noch Hoffnung versteh. Du bist mehr als ein Name, den Angst mir verspricht, Du bist Grund, dass mein Herz vor dem Leid nicht zerbricht. Ich glaube an Gott, auch wenn Zweifel noch schrei’n; ich kann nicht alles wissen — doch ich muss nicht allein sein. [Bridge] Wenn ich falle, bleib nah. Wenn ich zweifle, halt aus. Ich brauch keine Antwort, um Liebe zu trau’n. [Final Chorus] Ich glaube an Gott — mit den Fragen dabei, mit dem Schmerz und der Sehnsucht, mit Schuld und Verzeih’n. Du bist mehr als ein Name, den Angst mir verspricht, Du bist Grund, dass mein Herz vor dem Leid nicht zerbricht. Ich glaube an Gott, und ich steh dafür ein: Nicht blind vor der Welt — doch im Dunkel nicht allein. [Outro] Nicht blind vor der Welt. Im Dunkel nicht allein.
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