
[Intro — Instrumental, 8 bars] [Verse 1 — Male rap, restrained and tense] Im Büro soll alles bleiben, jeder will mich wie bisher. Ich soll immer einer von euch sein und trotzdem alles klär'n. Kaum zu Hause, seh ich diesen Blick auf meinem Vater: Er sagt nichts, doch in meinem Kopf wird seine Sorge lauter. Also erzähl ich, was gut läuft, was ich heute hingekriegt hab, lass den Teil von mir weg, für den ich keine leichte Antwort hab. Vielleicht verlangt das keiner. Vielleicht mach ich mir den Druck. Doch sobald ich euch beunruhig, nehm ich jedes Wort zurück. Wir haben nie gelernt, wie man sich zeigt, wenn etwas wehtut. Ich kann euch lange was erklär'n, solang es mir dabei gut geht. Doch bei dem einen Satz, den ich dir wirklich sagen müsste, weiß ich schon, dass meine Stimme mitten in der Hälfte bricht. Dann läuft ein Beat, ich sitz allein, lass dieselben Takte spielen. Auf einmal kann ich sagen, was ich sonst verschluckt hab. Ihr hört ein Lied und denkt vielleicht, ich hätte was geschrieben. Ich hab bloß einmal keinen Teil von mir mehr weggelassen. [Pre-Chorus — Male, rhythmic; cello rising] Ich will euch halten und ich merk, wie meine Hände zittern. Will einmal sagen, wie es ist, ohne euch zu erschüttern. Ich hol schon Luft, dann seh ich, was es mit euch macht — und hab den Satz schon wieder nur für mich gedacht. [Chorus — Female, powerful and urgent] Halt mich aus, halt mich aus, auch wenn ich grad nicht weiß, woran ich glaub. Halt mich aus, halt mich aus, ich krieg das alles sonst nicht aus mir raus. Ich will euch halten, doch ich brauch selber Halt. Ich will was sagen und werd wieder still. Halt mich aus, halt mich aus — auch wenn ich nicht so kann, wie ich gern will. [Verse 2 — Male rap, harder; trumpet and percussion enter] In meinem Kopf steh ich auf einer schwarzen, riesengroßen Platte. Kein Geländer, keine Kante, die ich je gesehen hatte. Unter mir ist nichts. Ich steh noch. Und genau das macht mir Angst: Dass ich mich an etwas halte, das mich irgendwann nicht halten kann. Dann seh ich draußen diese Welt und will so gern an etwas glauben, will das Schöne nicht verpassen, nur weil Fragen mich verbrauchen. An der Traun wird's langsam dunkel, und ich will noch gar nicht geh'n. Wie kann mich das alles treffen, wenn ich gar nichts dran versteh? Falls da jemand ist: Ich brauch kein großes Wunder. Nur irgendwas, das bleibt, wenn ich wieder nichts begreife. Doch ich weiß nicht, ob ich suche oder längst im Kreis rumlaufe. Und ich merk, dass ich mich manchmal an der nächsten Frage aufreibe. Wenn es heißt, ich mach mit meiner Suche die Familie kaputt, weiß ich nicht, wohin mit dem, was ich dann runterschluck. Ich versteh, dass ihr euch sorgt. Ich kann's sogar selber sehen. Aber wenn ihr stärker zieht, kann ich nicht sicherer stehen. [Pre-Chorus — Male, strained; female joins last line] Ich hab euch lieb. Genau deshalb geht mir das so nah. Ich seh die Angst in euren Augen und bin selber voller Fragen. Ich muss nicht heute alles lösen, ich muss nicht alles versteh'n. Ich will bloß einmal was erzählen, ohne euren Blick zu seh'n. [Chorus — Female, powerful and urgent] Halt mich aus, halt mich aus, auch wenn ich grad nicht weiß, woran ich glaub. Halt mich aus, halt mich aus, ich krieg das alles sonst nicht aus mir raus. Ich will euch halten, doch ich brauch selber Halt. Ich will was sagen und werd wieder still. Halt mich aus, halt mich aus — auch wenn ich nicht so kann, wie ich gern will. [Bridge — Beat drops out; solo violin] [Male — almost spoken] Wenn ich dir das jetzt sage, fang ich wahrscheinlich an zu weinen. Ich hab so oft davor aufgehört, dass du den Rest gar nicht kennst. [Female — building] Du musst darauf nichts sagen. Du musst das nicht versteh'n. Ich will mich einmal nicht zusammenreißen, nur damit wir uns nicht wehtun. [Final Chorus — Female lead; male doubles the hook, full intensity] Halt mich aus, halt mich aus, auch wenn ich grad nicht weiß, woran ich glaub. Halt mich aus, halt mich aus, ich krieg das alles sonst
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