
[Verse 1] Wir teilen die Nacht an der Traun, Schuhe nass vom Ufergras, Der Lack blättert am Werktor, wo der Montag seine Spuren ließ. Deine Hände riechen nach Metall, meine nach Kaffee aus dem Spind, Doch über uns wird jeder kleine Lohnzettel plötzlich winzig. Der Fluss nimmt still die Fragen mit, wir werfen keine Steine, Nur Blicke in die Dunkelheit und unsre müden Beine. Du sagst: „Was war vor dem Anfang? Was bleibt, wenn wir verschwinden?“ Ich such im Himmel nach ’nem Zeichen, kann keins für uns finden. [Pre-Chorus] Und wenn der Morgen alles wieder in die Schichten sortiert, will ich wissen, ob von heute irgendwas in uns bleibt. [Chorus] Lass diesen Augenblick nicht fort, solang die Sterne über uns stehn. Wenn wir nur Staub sind irgendwann, warum kann sich das hier so groß anfühlen? Zwischen Angst und einem Danach halt ich deine Hand im Dunkeln fest. Wenn nichts von uns für immer bleibt, bleib du noch einen Atemzug hier. [Verse 2] Am Geländer sitzt der Rost wie ein Kalender ohne Zahlen, Und wir zählen keine Jahre, nur die Furchen in den Fragen. Du erzählst von deiner Mutter, wie sie Namen aufbewahrt, Von dem Stuhl, der leer blieb, und dem Kuchen, der noch warm war. Ich denk an all die frühen Busse, an den Lärm in der Halle, An den Rücken, der sich beugt, damit am Monatsende alles passt. Doch hier draußen hält die Zeit für einen Herzschlag ihren Mund, Und im schwarzen Wasser schwimmt das Himmelsbild gesund. [Pre-Chorus] Vielleicht ist Hoffnung keine Antwort, nur ein Licht am Rand, Vielleicht ist Leben, dass wir bleiben, wo uns jemand fand. [Chorus] Lass diesen Augenblick nicht fort, solang die Sterne über uns stehn. Wenn wir nur Staub sind irgendwann, warum kann sich das hier so groß anfühlen? Zwischen Angst und einem Danach halt ich deine Hand im Dunkeln fest. Wenn nichts von uns für immer bleibt, bleib du noch einen Atemzug hier. [Bridge] Wenn hinter allem eine Tür ist, geh ich nicht allein. Wenn dahinter gar nichts wartet, war doch diese Nacht nicht klein. Denn du lachst, und kurz begreif ich, was kein Satz erklären kann: Dass ein endlicher Moment sich wie Unendlichkeit anfühlt. [Final Chorus] Lass diesen Augenblick nicht fort, solang die Sterne über uns stehn. Wenn wir nur Staub sind irgendwann, warum kann sich das hier so groß anfühlen? Zwischen Angst und einem Danach halt ich deine Hand im Dunkeln fest. Wenn nichts von uns für immer bleibt, bleib du noch einen Atemzug hier. [Outro] Die Traun zieht weiter, wir gehn heim, der Lack am Tor wird morgen noch derselbe sein. Doch diese Nacht trag ich mit mir, und einen Atemzug von dir.
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